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Asbestzement

auch: Faserzement, Asbestplatten, Asbestzementplatten

Zuletzt aktualisiert am 23. September 2026

Asbestzement ist Zement, dem zur Verstärkung Asbestfasern beigemischt wurden: rund 10 Prozent Fasern, 90 Prozent Bindemittel. Von allen Asbestanwendungen im Bau war er die mit Abstand häufigste. Bekanntester Handelsname ist Eternit.

Wo er verbaut wurde

Die Arbeitsinspektion führt als typische festgebundene Asbestprodukte:

  • Dach- und Fassadenplatten
  • Lüftungskanäle und Rohrleitungen
  • Fensterbänke und Arbeitsplatten
  • Formstücke wie Blumenkästen und Blumentröge
  • Chemikalienbehälter

Dazu kommen Wasserleitungen aus Asbestzementrohr. Welche dieser Teile an einem Wohnhaus typischerweise sitzen, zeigt der Ratgeber Asbest im Haus erkennen.

Warum er als vergleichsweise harmlos gilt

Die Fasern sind im Zement eingebunden „vergleichbar mit der Armierung im Stahlbeton". Asbestzement zählt deshalb zum fest gebundenen Asbest: Solange die Platte unbeschädigt ist, gibt sie kaum Fasern ab.

Das gilt allerdings nur für den intakten Zustand. Freigesetzt werden die Fasern durch mechanische Bearbeitung. Bohren, Flexen, Schleifen, Zerbrechen, und zusätzlich durch Verwitterung und Materialermüdung. Eine stark verwitterte, poröse oder moosbewachsene Platte ist deshalb kritischer zu behandeln als eine neuwertige.

Bei der Entsorgung

Im österreichischen Abfallverzeichnis hat Asbestzement die Schlüsselnummer SN 31412, Asbestzementstäube die SN 31413. Seit 1. Jänner 2007 gilt Asbestzement als gefährlicher Abfall und ist für Unternehmen begleitscheinpflichtig, für private Haushalte in Kleinmengen nicht. Wie die Abgabe abläuft, steht im Ratgeber Eternitplatten entsorgen.

Verwandte Begriffe

  • Eternit

    Eternit ist ein Markenname für Faserzement: vor 1990 oft mit Asbest, seither asbestfrei. Erkennungsmerkmale und was die Entsorgung kostet.

  • Asbestzementrohr

    Rohre aus Asbestzement liegen für Trinkwasser, Abwasser und Lüftung vielerorts bis heute im Boden. Im unbeschädigten Zustand gelten sie als unbedenklich.

  • Fest gebundener Asbest

    Fest gebundener Asbest sitzt in einem harten Trägermaterial, meist Zement.

Unsicher, was bei Ihnen verbaut ist?

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